Volledrohnung fliegt nach Bremen

Zum Ende des Jahres wurden wir von Radio Bremen zum Werkstattgespräch im Rahmen des Bremer Fernsehpreis 2017 eingeladen. Unser Thema: Copter Communication bzw. Drohnenjournalismus 2017, das Publikum: TV-Journalisten aus allen ARD-Sendern. Für uns eine Herausforderung, weil wir nur 20 Minuten Zeit für unseren Vortrag hatten.  Sonst machen wir ja eher mehrstündige Workshops mit Flugübungen. Außerdem wollten wir beim letzten Auftritt in diesem Jahr etwas besonderes ausprobieren. Etwas, das den Zuschauern in Erinnerung bleibt. Am Morgen unseres Vortrags war aber noch nicht klar, ob alles auch wirklich klappt. Aber der Reihe nach:

Der erste Impuls kam vom Moderator der Veranstaltung, Rainer Maria Tauber:  Er fragte uns, ob wir am Anfang seiner Moderation mit dem Copter auf die Bühne fliegen und ihn dabei filmen können. Wie gut, dass Fabian sich ein paar Tage vorher einen neuen Mini-Quadcopter gekauft hatte, die DJI Spark.

Fabian hatte im Florida-Urlaub schon trainiert und wir waren bereit, es mal zu probieren, sofern die Sicherheit der Zuschauer gewährleistet ist. Allerdings brachte Fabian das auch noch auf eine andere Idee: Während unseres Vortrags wollte er im Hintergrund einen kurzen Beitrag mit Bildern aus der DJI Spark produzieren. Der Gang auf die Bremer Bühne mit dem Moderator sollte die letzte Szene des Beitrags sein. Die Einstellungen davor wollten wir am Morgen der Veranstaltung drehen. Ich war zwar  skeptisch, da immer was schief gehen kann. Aber letztlich überzeugte mich die Idee, dass wir den Fernsehmachern die Einsatzmöglichkeiten von Coptern im Rahmen von smart production-Prozessen (schnelles & schlankes Produzieren mit digitaler Technik) zeigen wollten. Da ist ein Live-Beispiel natürlich gut.

In den 20 Minuten unseres Vortrags haben wir dann Dinge angesprochen, die wichtig für TV-Redaktionen und Journalisten sind:

1. Einstieg mit „eingeflogener Anmoderation“
2. War das legal? –> Die aktuelle rechtliche Situation
3. Neue Chancen für Journalismus: Was man machen kann
4. Neue Chancen für Journalismus: Was man machen darf (rechtlich, ethisch) und was man (vielleicht) mal ausprobieren sollte
5. Copter im Kontext smart production

 

Nachdem wir die neue rechtliche Situation nach der „Drohnen-Verordnung“ vom April 2017 kurz erklärt haben, ging es dann um Möglichkeiten für Redaktionen. Vor allem im Bereich bis 2kg, wo also noch kein Kenntnisnachweis (aka „Drohnenführerschein“) erforderlich ist, könnten sich für Reporter in Zukunft neue Betätigungsfelder ergeben, so unser Fazit. Ich erzähle jetzt nicht alles genau nach, was wir beim Werkstattgespräch ausgeführt haben, aber hier sind zumindest die Folien, die wir für den Vortrag verwendet haben:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

So. Während ich also ein paar Minuten über die neuen Einsatzmöglichkeiten von Coptern in Redaktionen redete, baute Fabian im Hintergrund unsere smart production zusammen, die wir mit der Spark-Drohne aufgenommen hatten. Wir waren selbst wohl ein bisschen erstaunt, dass wir

  1. mit dem Vortrag im Zeitlimit geblieben sind
  2. den Film im Hintergrund ohne größere Probleme zusammenschneiden konnten
  3. beim Abspielen auch keine Probleme hatten.

Und hier nochmal unser kurzer, smart produzierter Clip:

Danach gab es dann noch eine Fragerunde mit den ARD-Journalisten. Darüber schreibe ich in den nächsten Tagen mal, denn sie waren sehr interessiert und fragten z.B. auch, ob die Zeit der Copter und Drohnen nicht langsam schon vorbei sei. Gute Frage für einen nächsten Blogbeitrag.

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