„Year of Drones“: Starten wir ins Copter-Zeitalter?

Wir hoffen, eure Copter haben den Winter gut überstanden. 2015 wird für das Thema „Copter Communication“ wohl ein ziemlich wichtiges Jahr, wenn man die zahlreichen Ankündigungen und Veröffentlichungen über die „fliegenden Roboter“ so sieht. Das Jahr 2015 wird online quasi schon zum „Jahr der Drohnen“ ausgerufen.

 

Auf der Webseite des renommierten Technology Review vom MIT findet ihr einen langen Bericht über Copter auf der Technologiemesse CES in Las Vegas und die immer größere Bedeutung von „UAV“ (unmanned aerial vehicles) für zivile Anwendungen. Überschrieben mit „CES 2015: Unleash the drones!„. Wegen der steigenden Bedeutung der Copter gab es auf der CES in diesem Jahr auch folgerichtig einen eigenen „UAV Systems Marketplace„.

Unmanned Systems Area auf der CES 2015|Foto: CES

Unmanned Systems Area auf der CES 2015|Foto: CES

Im Bereich des journalistischen Coptereinsatzes, der uns hier natürlich am meisten interessiert, tut sich in den USA gerade auch einiges. So kam im Januar die Meldung, dass führende Verlags- und Medienhäuser eine Kooperation mit der Hochschule Virginia Tech eingegangen sind, um den Einsatz kleiner Copter im Newsbereich zu testen und zu erforschen. Nach dem Bericht von USA Today geht es hauptsächlich darum, die Copter für Foto- und Videoaufnahmen in entlegenen oder für Reporter gefährlichen Gebieten zu testen. Im Artikel wird Rose Mooney, die Direktorin der Forschungsallianz zitiert:

Unmanned aircraft systems can provide this industry a safe, efficient, timely and affordable way to gather and disseminate information and keep journalists out of harm’s way.

Von einer weiteren Initiative habe ich jetzt bei der Recherche zu diesem Blogpost gelesen: Auch CNN arbeitet mit Wissenschaftlern zusammen, um die Technologie für den journalistischen Einsatz weiter zu entwickeln, in diesem Fall ist es die Hochschule Georgia Tech. Außer diesen neuen Allianzen Wissenschaft und großen Medienhäusern gibt es in den USA natürlich weiter die etablierten Drone Journalism Labs, von denen wir schon berichtet haben.

Rechtlich ungeklärte Lage für Copter-Enthusiasten in den USA

Diese Zusammenschlüsse und Initiativen hören sich spannend an. Sie haben aber auch eine politische Dimension: In den USA arbeitet die Luftfahrtbehöre FAA gerade intensiv an Regeln für die Integration von UAV’s in den us-amerikanischen Luftraum und liegt mit dieser Arbeit weit hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Ende September 2015 soll jetzt endlich eine Gesetzesvorlage kommen, auf die die Industrie und die Journalisten (an)gespannt warten. Bis dahin nämlich sind private Starts mit Coptern so gut wie untersagt. Außer in sechs von der FAA festgelegten Testzonen dürfen weder Hochschulen noch private Firmen oder Redaktionen die fliegenden Datensammler einsetzen. Das ist eine ziemlich unbefriedigende Situation, die Ben Kreimer im Interview mit Volle Drohnung schon angesprochen hat.

Lage in Deutschland: Noch unaufgeregt und optimistisch

Aber kommen wir zurück nach Deutschland, wo Anfang 2015 nicht ganz so aufgeregt über Copter Communication berichtet wird. Vielleicht auch, weil hier die rechtliche Lage vorerst klar ist: Genehmigungsfreies Copterfliegen ist nur als reines Hobby über unbewohntem Gebiet mit Geräten unter fünf Kilo möglich, z.B. auf Modellflugplätzen oder freien Wiesen am Stadtrand. Für Kameraflüge und andere dem gewerblichen Bereich zuzuordnende Starts wird eine Aufstiegsgenehmigung durch die entsprechende Landesluftfahrtbehörde benötigt. Wie man eine solche Aufstiegsgenehmigung beantragt haben wir im Blogpost „Fliegen in der Großstadt“ dargestellt. Auf einen deutschsprachigen Beitrag zur Zukunft der Copter weise ich am Schluß gerne noch hin: Das kommerzielle Zukunftsinstitut hat sich im Beitrag „Die Stunde der Überflieger“ mit dem Potential von „Copter Communication“ beschäftigt und zitiert uns sogar!

Übrigens: Für alle, die trotz des kalten und nassen Wetters raus wollen und fliegen – wir haben hier ein paar Tipps und ein Video zum Fliegen bei Kälte für euch. Start frei!

 

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Ein Kommentar zu “„Year of Drones“: Starten wir ins Copter-Zeitalter?

  1. Ich seh es schon kommen. Fotografen und die Paparazzis werden bald arbeitslos:) Spaß beiseite. Ich glaube das es in Deutschland nicht dazu kommt. Es wird schon irgendwer dagegen klagen oder empört sein, wenn bei uns Drohnen auf Fotojagd gehen. Trotzdem interessanter Artikel. Macht weiter so! :)

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