„Mit der Drohne sieht man besser“: Die Geschichte zum FAZ-Artikel mit uns

Heute ist ein umfangreicher Artikel über den Einsatz von Coptern im Journalismus von Ursula Scheer in der FAZ erschienen. Die Autorin, die noch nie zuvor einen Copter aus nächster Nähe fliegen gesehen hatte, verbrachte einen Drehtag mit Elke, Fabian und Christian in Potsdam und hat sich einen halben Tag Zeit genommen, um mich an der HdM in Stuttgart zu besuchen. Das finde ich journalistisch schon mal nicht schlecht – wer nimmt sich noch so viel Zeit für Recherche?!

FAZ-Artikel v. 8. August 2014

FAZ-Artikel v. 8. August 2014

Also: Schaut ruhig mal rein in die FAZ, der Artikel lohnt sich, weil er den Stand des journalistischen Einsatzes von Multicoptern zur Zeit ganz gut zusammenfasst. Außerdem gibt es szenische Einblicke in einem Copter-Dreh von fiwafly. An einigen Stellen allerdings sehe ich Ergänzungs- bzw. Erklärungsbedarf:

Unsere (bzw. meine) Format-Idee „Joggen im Wald“  findet Ursula Scheer als TV-Format „vielleicht nicht ganz überzeugend“, wie sie schreibt. Das ist ihr gutes Recht, aber ich ergänze hier, dass es ja nicht nur um ein TV-Format, sondern vielmehr um eine neue Qualität für Web- und Fitness-Apps geht. Das hatte ich Ursula Scheer im Gespräch auch gesagt. Aber Journalisten filtern natürlich das für ihre Storyline brauchbare aus. Am Ende geht es bei der Idee auch darum, eine solches Joggingbegleit-Format nicht nur mit Prominenten, sondern für Jedermann zu entwickeln. Und wir sind auch (leider!) nicht die einzigen, die sich solche Gedanken machen, so kümmern sich Forscher in Australien um die Entwicklung von „Joggobot“ und das us-amerikanische Projekt „Air Dog„, das einen ähnlichen Ansatz verfolgt, wurde auf Kickstarter gleich mal sechsfach überzeichnet. Viele andere sind also überzeugt von der Idee.

Bildschirmfoto 2014-08-08 um 16.09.28

Joggobot folgt dem T-Shirt-Muster | http://exertiongameslab.org/projects/joggobot

Ach so: Mein an anderer Stelle im Beitrag angeführtes Zitat von der „Eliminierung des Menschen“ bezog sich auf die Jogging-Situation (siehe Bild oben), also dass eine völlig neue Aufnahmesituation entsteht, bei der eben kein Mensch (Kamerafrau, Tonmann, Lichtassistent…) mehr die Gesprächssituation beeinflusst. Und der spannendste Punkt ist das für mich auch nur im Rahmen dieser Formatidee, nicht für den Coptereinsatz insgesamt.

Ach ja: Meine Kamera habe ich beim Privat-Laptop tatsächlich abgeklebt, seit ich oft mit Begriffen wie „Drohnen“, „Copter“, „Absturz“, „Ausspäh-Test“, etc.. arbeite macht das aus meiner Sicht Sinn. Genauso wie Mailverschlüsselung. ;-)

Wir freuen uns über Rückmeldungen. Gerne auch zum Artikel in der FAZ!  Falls d Der Artikel ist jetzt online erscheinen sollte, werden wir darauf verlinken.

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Ein Kommentar zu “„Mit der Drohne sieht man besser“: Die Geschichte zum FAZ-Artikel mit uns

  1. Storyboard, Qualitätsvorgaben und der Endverwendungszweck bestimmen den Technikeinsatz. Dass es vor dem „Drohnenzeitalter“ solche Aufnahmen nicht gab, stimmt so auch nicht und „ruckelfreie“ Filmsequenzen haben nur mittelbar etwas mit dem Multicopter zu tun. Sie sind vielmehr von der eingesetzten Kamera und dem Stativ (Anti-Vibrations-/Dämpfungssysteme, 3-Achs-Kamerasteuerung/Gimbal…) abhängig, die wiederum den Coptertyp bedingen. Der Qualität und den Preisen sind dabei nach oben keine Grenzen gesetzt, Qualitätsunterschieden demzufolge auch nicht. Gleichwohl macht die kostengünstige und massenhafte Verfügbarkeit von Kameracoptern diese Art der Luftaufnahmen für den professionellen Einsatz tauglich. …bis in wenigen Jahren neue Technologien einen neuen Run auf neue spektakuläre Kameraperspektiven auslösen.

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