Die ersten Flugstunden

Du hast Dir einen Quadro- und sogar einen Oktokopter zugelegt? Dann heißt es jetzt erst einmal: Fliegen üben. Ein kleiner Erfahrungsbericht: Starten und Landen kann man schon nach einem halben Tag. Über’s Feld jagen ist nicht so kompliziert. Die Profi-Drohne ist bis zu 50 km/h schnell, bewegt sich in einem Radius von 500 Metern um uns herum und bis zu 150 Meter über uns hinweg. Dann kann man sie kaum noch erkennen. Drückt man auf der Fernsteuerung den „Coming-Home-Button“, kommt sie zurück zur Startposition. Dank GPS. So gut so schön.

Ganz normal: wacklige, schwankende Bilder

Nach den ersten sechs Flugstunden, können wir den Kopter sicher in der Luft halten und manövrieren. Dann widmen wir uns den Bildern. Die wackeln, schwanken, zittern. Nicht geeignet für epische Natureinstellungen. Fliegend filmen ist anspruchsvoller, als wir dachten. Der nächste Schritt: Objekte umkreisen, wackelfrei werden, Tempi austesten und Kommunikation zwischen Pilot und Kamera-Operatorin optimieren. Wir stehen nah beieinander mit unseren Fernbedienungen. Fabian steuert mit zwei Joysticks die Drohne; Elke bedient mit ihren zwei Joysticks die Kamera. Die kann sich horizontal im 360°-Kreis drehen und vertikal in einem 90°-Raum bewegen.

Ab 14 Jahren: Mini-Quadrokopter für 79 Euro. Gesehen in einem Modellbauladen in Eichstätt, Bayern | Handy-Foto: MR

Ab 14 Jahren: Mini-Quadrokopter für 79 Euro, gesehen im Modellbauladen in Eichstätt, Bayern | Handy-Foto: MR

Inzwischen sind die ersten Flugeinstellungen von www.fiwafly.de aufgezeichnet, geschnitten, veröffentlicht. Wir befliegen ein altes Heizkraftwerk in Beelitz-Heilstätten, eine große Hotelanlage an der Rheinsberger Seenplatte oder Landschaften in der Uckermark. Die zum Beispiel sollen Eiszeit-Hinterlassenschaften zeigen, die in einen Film der rbb-Redaktion Ozon eingeschnitten werden. Für den Schnitt gilt: Flugeinstellungen dauern ihre Zeit. Das kann positiv sein, gerade bei bildarmen Themen. Aber Regisseure von Werbeclips haben wir schon manchmal beim Dreh darauf hinweisen müssen, dass 20 Flugsekunden in einem 2-Minuten–Spot unter Umständen keinen Platz finden. Übrigens: Zum Umgang mit Drohnenbildern im Schnitt wird es bald auch einen extra Beitrag auf Volle Drohnung geben.

Vorm Start: Genehmigung einholen

Für Kamera-Flüge in Deutschland benötigt der Drohnenpilot eine Aufstiegsgenehmigung, die von der Luftfahrtbehörde des jeweiligen Bundeslands erteilt wird. Reglementiert sind Flughöhe und Fluggewicht. Auch dürfen wir nicht im Dunkeln fliegen, nicht über Menschengruppen, nicht in der Nähe von Flughäfen oder Militärgebieten. Ganz schwierig ist das Fliegen in Berlins Innenstadt – aus Sicherheitsgründen. Auch auf dieses Thema gehen wir in den nächsten Wochen mit einem eigenen Beitrag ein. Wir sind gerade dabei, sowas wie ein „Aufstiegs-Tutorial“ vorzubereiten, mit einer Liste der Behörden, die in den einzelnen Bundesländern zuständig sind. und vielleicht auch schon für einige weitere Länder in Europa.

Feinde der Drohne: Vögel, Wind, Regen und leere Akkus!

Natürliche Feinde der Drohne sind zu starker Wind, Regen, große Vögel. Absturzursache Nummer 1 sind aber: Leere Akkus! Die tragen Drohne und Kamera normalerweise ca. sechs bis zehn Minuten durch die Luft. Danach heißt es: Landen, Akkus wechseln, Starten, alle und alles am Set auf Anfang.

Während des Fluges ist ein Rotor verloren gegangen. In der Luft kann die Elektronik das ausgleichen. Am Boden  repariert Fabian den Kopter.

Während des Fluges ist ein Rotor verloren gegangen. In der Luft kann die Elektronik das ausgleichen. Am Boden repariert Fabian den Kopter.

PS: Bei dem Dreh mit dem Rotorverlust haben die Volontäre der ems die Sendung „Im Sucher“ produziert, in der es um die Privatsphäre geht. Sie ist auf der Web-TV-Plattform von SpiegelTV zu sehen und dort gibt es auch einen Film zu Drohnen, Spionieren und Gefahren. Mit dem Team von Volle Drohnung: Reinschauen.

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3 Kommentare zu “Die ersten Flugstunden

  1. Hallo,

    Ich trage mich mit dem Gedanken eine Drohne zu kaufen. Wenn ich diese dann beherrsche, möchte ich eine GoPro dran anbringen und Aufnahmen, v.a. Im Urlaub, damit machen. Ich weiss aber noch nicht, wie schwer/ einfach es ist, die Drohne zu fliegen. Gibt es Erfahrungswerte über die oben genannten 6 Stunden hinaus, wie lange man als blutiger Anfänger dafür braucht ? Habt Ihr vielleicht Tipps & Tricks dazu, Videos etc ?

    Danke!

  2. Kleiner Tipp (Von jemanden der es als Hobby betreibt) erwerben sie Technische Grundkenntnisse.Wie funktioniert so ein Copter eigentlich was muss ich beachten z.b.Solls ein Fertiges Modell sein.(Dji Phantom z.b.)erweiterbar z.b. mit Fpv.Was ist ein Lipo??? und wie muss ich mit so einem Lipo umgehen.(Die Handharbung ist nicht gantz so einfach)Das sind nur einge Fragen ich kann ihnen nur Empfehlen sich Grundlagen Anzueigenen(Auch was die Rechtlichen Grundlagen Angeht)Und voralem wenn sie noch nie Flugmodelle geflogen sind Lernen sie das Fliegen ohne Gps mit einem Günstigen Copter das erspart ihnen so einiges an Geld durch Abstürtze ;) oder Flayeways…Im Internet gibts es einige Gute Foren die sich mit dem Copterflug beschäftigen.Ich möchte hier keine Seiten verlinken weil ich nicht weis op es gerne gesehen ist.Die seite der Fpv-Community ist eine Super seite für Anfänger und Profis in Sachen Copter und im Forum können auch Fragen gestellt werden die dan auch beantwortet werden.Ich hoffe ich konnte ihnen Weiterhelffen.

    Mfg Jörg

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